Plauen in Zahlen:

 

Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Vogtlandkreis

Höhe: 412 m ü. NN
Fläche: 102,11 km²
Einwohner: 65.049 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 628 Einwohner je km²

Postleitzahlen: 08523;-5;-7;-9, -41 Großfriesen, -47 Jößnitz
Telefon-Vorwahl: 03741, 037439 (Steinsdorf)
Kfz-Kennzeichen: V & PL

Gemeindeschlüssel: 14 5 23 320

Stadtgliederung: Fünf Stadtgebiete mit 39 Stadtteilen
Stadtverwaltung: Unterer Graben 1, 08523 Plauen
Oberbürgermeister: Ralf Oberdorfer (FDP)

 

Quellen: Wikipedia, Spitzenstadt.de

.

Mieterschutzbund fordert bessere Überprüfbarkeit der Betriebskostenabrechnungen

Undurchsichtiges Kostenwirrwarr durchleuchten

Abrechnung-Haus-Betriebskosten Viele Mieter bemerken über die letzten Jahre, dass ihre Betriebskosten steigen und steigen. Sie stellen fest, dass nach einem Verkauf des Hauses die Nebenkosten schier explodieren. Zunehmend stellt der Mietschutzbund e.V. fest, dass in solchen Fällen große Wohnungsgesellschaften, beispielsweise die Vonovia, der Vermieter ist.


Die Kontrolle der Betriebskostenabrechnung stellt eine Hauptaufgabe der Rechtsberatung bei der täglichen Arbeit des Mieterschutzbund e. V. dar. Seit einigen Jahren ist jedoch auffallend, dass die Überprüfbarkeit der Abrechnung immer schwieriger wird. Dies liegt zum einen daran, dass die Abrechnungen an sich immer intransparenter werden.

 

 

Lange Wartezeiten und Intransparenz

 

Zum anderen wird die Arbeit zunehmend behindert. „Dies betrifft insbesondere große Wohnungsgesellschaften, wie zum Beispiel die Vonovia“ weiß Claus O. Deese, Vorstand des Mieterschutzbundes. „Insbesondere die Kosten für Hausmeisterdienste, Winterdienste oder die Gartenpflege werden immer intransparenter.“

Im Rahmen der Überprüfung der Betriebskostenabrechnung ist es die Regel, dass die Mieter das ihnen zustehende Einsichtsrecht in die der Abrechnung zugrundeliegenden Rechnungsbelege ausüben wollen. Häufig dauert es Wochen oder auch Monate, bis seitens der Wohnungsgesellschaft eine derartige Anfrage beantwortet wird. In der Regel erfolgt der freundliche Hinweis, dass das entsprechende Schreiben eingegangen sei und der Vorgang bearbeitet wird. Weitere Wochen des Wartens folgen.

Erhält der zuständige Jurist dann die Unterlagen, sieht er sich mit einem riesigen Stapel an Computerausdrucken konfrontiert. Insbesondere bei Häusern, die zu mehreren Abrechnungs-und damit Wirtschaftseinheiten zusammengezogen werden, können dies leicht hunderte von Belegen werden.

 

Durch Tochterunternehmen muss Mieter zahlen

 

Bei der Kontrolle der Belege lässt sich immer wieder feststellen, dass Tätigkeiten im Bereich der Hausmeisterdienste, der Gartenpflege und des Winterdienstes von Tochterfirmen der Wohnungsgesellschaft durchgeführt werden. Zusätzlich zur Vonovia Vermietungsgesellschaft existieren zum Beispiel die Vonovia Kundenservice GmbH, die Vonovia Immobilienservice GmbH oder die Vonovia Wohnumfeldservice GmbH.

Rechnungen werden von der Tochterfirma ausgestellt und hausintern an die Wohnungsgesellschaft weitergereicht. Die Kosten werden schlussendlich auf den Mieter umgelegt. „Bei einem derartigen Geschäftsmodell ist natürlich kein Anreiz für den Vermieter gegeben, die Betriebskosten möglichst gering und wirtschaftlich zu halten.“ gibt Claus O. Deese, Vorstand des Mieterschutzbund e. V. zu bedenken. „Vielmehr lässt sich hier ein Geschäftsmodell vermuten, mit dem große Wohnungsgesellschaften zusätzlich Gewinne erarbeiten.“

 

Nicht umlegbare Kosten werden auf Mieter umgelegt

 

Zudem können viele Mieter in solchen Mietverhältnissen nicht die in Rechnung gestellten Tätigkeiten des Hausmeisters oder der Gartenpflege bestätigen. Manch einem ist noch nicht einmal bekannt, dass es einen Hausmeister vor Ort geben soll. Zunehmend werden Arbeiten, wie die Standsicherheit von Bäumen, getarnt als Baumkontrolle, oder die Überprüfung eines Spielplatzes als sonstige Betriebskosten abgerechnet, obwohl dies die Verkehrssicherungspflicht des Vermieters betrifft und somit zu dessen ureigensten Aufgaben gehört. In manchen Verträgen ist die Liste der „sonstigen Betriebskosten“, die der Vermieter auf den Mieter umlegen möchte, länger, als die Liste der unstreitig umlegbaren Kosten, die die Betriebskostenverordnung vorsieht.

Diese Entwicklung erachtet der Mieterschutzbund e. V. für äußerst besorgniserregend. Er fordert, dass die Betriebskosten absolut transparent, überprüfbar und nachvollziehbar dem Mieter dargelegt werden müssen. Eine zusätzliche Gewinnerzielung durch den Vermieter verbietet sich hier. Nur so können sich Mietersicher sein, durch ihre Betriebskostenabrechnung lediglich die tatsächlich angefallenen, wirtschaftlich und juristisch gerechtfertigten Kosten auszugleichen. (text:mieterschutzbund, foto:pixabay.com/geralt)

2020-03-17



Sie sind hier: www.immobilien-plauen.de / News
  • Artikel als E-Mail senden
  • Druckversion des Artikels
.
.

xxnoxx_zaehler